Wiesengold - Löwenzahnblütenhonig

23.04.2020

Überall erstrahlt er in herrlichem goldgelb - der Löwenzahn. Wie kleine Sonnen, erstrahlen die Wiesen und Grünflächen. Herrlich - der Löwenzahn hat für mich eine besondere Anziehungskraft. So weiß ich noch allzu gut, als mir meine Oma einen Haarkranz aus den Blüten geflochten hat. Oder dass ich als Kind gerne Löwenzahnblüten gesammelt habe. Der Löwenzahn erfreut somit nicht nur das Gemüt, sondern kann in seiner Funktion als Heilkraut wesentlich mehr. So wird dem Löwenzahn nachgesagt, dass er eine leberschützende Funktion hat, sowie bei Verdauungsbeschwerden und Völlegefühl helfen soll. 

Zusätzlich lassen sich aus dem Gold der Wiese auch ganz tolle Sachen wie Gelee, Marmelade, Sirup oder Honig zaubern. Heuer habe ich zum ersten Mal versucht, einen Honig aus den Löwenzahnblüten herzustellen. So viel zu Herstellung - es ist eine sehr meditative Arbeit, denn nach dem Pflücken des Löwenzahns, werden die Blüten vom Rest der Pflanze entfernt, so dass zum Schluss nur noch die gelben Blüten übrig bleiben. Diese werden dann weiterverarbeitet. Das dauert seine Zeit - aber ich muss immer wieder feststellen - ich mag solche monotonen Arbeiten, die denselben Handlungsablauf haben. Sie entspannen so herrlich fein und lassen mich super gut abschalten. 

Um 3 Gläser (siehe Foto) zu erhalten braucht ihr folgende Zutaten:

160 g Löwenzahnblüten (wenn sie gezupft sind)
1 kg Kristallzucker
Saft von 2 Zitronen
1 L Wasser
Mulltuch zum Abseihen

Und so einfach gehts:

Schritt 1: Die gezupften Löwenzahnblüten mit 1 Liter Wasser kurz aufkochen und dann über Nacht ziehen lassen.

Schritt 2: Mit einem mit einem Mulltuch ausgelegten Sieb die Löwenzahnblüten abseihen. 

Schritt 3: Das abgeseihte Wasser mit dem Kristallzucker und dem ausgepressten Zitroensaft aufkochen. Anschließend ca. 3 Stunden auf niedriger Stunde weiterköcheln lassen. Das Ganze reduziert sich dann ein. Keine Sorge die Masse ist immer noch sehr flüssig, wenn sie abkühlt bekommt sie aber die typische Honigkonsistenz. 

Schritt 4: Die Masse noch heiß in sterilisierte Gläser abfüllen und verschließen.

Der Löwenzahnhonig hat ähnlichen Geschmack wie Waldhonig und ich finde, dass es die Arbeit auf alle Fälle wert war. 

Ich wünsche euch viel Freude beim Herstellen und GE.nieS.S.en. Alles Liebe euch!